M+E Tarifabschluss 2018

In der vierten Verhandlungsrunde am 14. Februar wurde der Tarifabschluss 2018 für die 700.000 M+E-Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen erreicht.

Die wichtigsten Eckpunkte der neuen Vereinbarung umfassen:

Entgelt
Ab 1. April 2018 steigen die Entgelte in einer ersten Stufe um 4,3 Prozent. Für den März 2018 gibt es eine Einmalzahlung von 100 Euro.
Ab 2019 wird es dann pro Jahr eine weitere Sonderzahlung geben, ein tarifliches Zusatzgeld („T-ZUG“). Dieses setzt sich zusammen aus 27,5 Prozent eines Monatsentgelts sowie für das Jahr 2019 einem Einmalbetrag von 400 Euro, der danach 12,3 Prozent des Entgelts der Entgeltgruppe 8 betragen wird. Dieser zweite Einmalbetrag kann betrieblich in wirtschaftlich schwierigen Zeiten verschoben, abgesenkt oder gestrichen werden.

Mehr Arbeitszeitvolumen
Der neue Tarifvertrag sieht Regelungen vor, die es vielen Betrieben erlauben werden, mit deutlich mehr Beschäftigten als heute 40-Stunden-Verträge abzuschließen – bei entsprechend höherer Bezahlung.

Teilzeitmöglichkeiten und Wahloption
Im Gegenzug zum höheren zeitlichen Spielraum für die Betriebe haben Beschäftigte künftig einen Anspruch, ihre Wochenarbeitszeit für maximal zwei Jahre auf bis zu 28 Stunden abzusenken. Dazu gehören auch die tarifliche Rahmenvereinbarung zum mobilen Arbeiten sowie die Wahlmöglichkeit zwischen mehr Geld oder mehr Freizeit ab dem Jahr 2019. Diese Option richtet sich an Mitarbeiter/innen, die Kinder bis acht Jahre betreuen, enge Angehörige pflegen oder schon länger Schicht arbeiten: Sie können zwischen dem einen Baustein des tariflichen Zusatzentgelts (dem prozentualen Monatsentgelt) oder acht zusätzlichen freien Tagen wählen.

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